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Nachrichten aus Paraguay

 

NewsAktuelle Nachrichten über das was sich in Paraguay so tut. Von besonderem Interesse sind zurzeit sicherlich die politischen Ereignisse, die mit dem Machtwechsel nach nunmehr 61 durch Präsident Fernando Lugo einkehren.

 
Freitag, 12. Dezember 2008 um 15:36

Der Seelenhirte von Paraguay

Fernando Lugo, Ex-Bischof und Hoffnungsträger der armen Leute, ist seit 100 Tagen Präsident von Paraguay. Sein Einfluss ist begrenzt, da er sich gegen das alte Machtgefüge durchsetzen muss. Eine Bilanz. VON KARIN GABBERT

Fernando Lugo sagte das Offensichtliche: "Weder bin ich der Messias noch Batman." Aber mindestens eines von beiden müsste er sein, wollte er erfüllen, was von ihm erwartet wird. Als er im April zum Präsidenten von Paraguay gewählt wurde, tanzte das Volk auf der Straße. Bis zuletzt hatte niemand zu glauben gewagt, dass sich die Hoffnung gegen die Angst durchsetzen würde.
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Freitag, 15. August 2008 um 07:38

Machwechsel nach 61 Jahren

Bei einem historischen Machtwechsel in Paraguay hat der Mitte-Links-Politiker Fernando Lugo nach 61 Jahren ununterbrochener Regierungszeit der konservativen Colorado-Partei die Führung übernommen.


President Lugo„Heute hört Paraguay auf, ein Land der sozialen Ausgrenzung, der Geheimniskrämerei und der Korruption zu sein“, versprach der neue Präsident und Regierungschef am Freitag bei einer gefühlsbetonten Antrittsrede nach seiner Vereidigung im Parlament in der Hauptstadt Asunción. Der 57-jährige frühere Armen-Bischof hatte sich bei der Präsidentenwahl am 20. April mit mehr als 40 Prozent der Stimmen gegen die Kandidatin Blanca Ovelar von der Colorado-Partei klar durchgesetzt.

Die Erwartungen an die Regierung Lugo sind groß. Neben der Bekämpfung der Armut, unter der etwa 35 Prozent der 6,8 Millionen Paraguayer leiden, hoffen die Menschen vor allem auf eine ehrliche und effiziente Verwaltung. Fast 75 Prozent erwarteten, dass die neue Regierung gut oder sehr gut sein werde, wie eine vor kurzem veröffentlichte Umfrage ergab. Sorgen bereitet den Lugo-Befürwortern allerdings, dass der Staatsapparat auf allen Ebenen von Colorado-Vertretern durchsetzt ist, für die es kurzfristig keinen Ersatz gibt.