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Auswandern! Aber richtig!

 

Planen Sie Ihre Auswanderung im Voraus oder hauen Sie spontan ab?

Es gibt ja Leute, die kündigen kurzerhand Ihre Wohnung, verschenken all Ihre Möbel, packen die wichtigsten Sachen in einen Rucksack und dann ab zum Flughafen. Sogleich wird spontan eine neue Wohnung gesucht oder man kommt im besten Falle erstmal bei Bekannten unter.

Zu empfehlen ist diese Art der Spontanität ehr weniger und darüberhinaus wenn überhaupt auch wirklich nur für Alleinstehende in Betracht zu ziehen.

Einfach abhauen kann theoretisch fast jeder doch Auswandern bedeutet letztlich dass Sie nicht nur im anderen Land ankommen sondern dort erfolgreich ein neues zu hause für sich und Ihre Familie aufbauen. Wer das nicht schafft landet meist nach kurzer Zeit wieder in Deutschland und sitzt völlig mittellos bei der Agentur für Arbeit um dort um Hilfe zu betteln. Eine gute Planung hilft Ihnen in jedem Fall sich diese Schmach zu ersparen.

Wer hingegen mit seiner Familie auswandern möchte sollte zumindest mit der groben Planung seiner Auswanderung schon lange im Voraus beginnen. Diese unterteilt sich für gewöhnlich in drei Phasen:
  1. Die Vorabplanung ist wohl ehr noch die entspannte Phase in der Sie sich erstmal Gedanken darüber machen ob, wann und wohin Sie überhaupt auswandern möchten. An dieser Stelle entsteht für viele überhaupt erst der Traum vom Auswandern.
  2. In der zweiten Phase geht es dann darum der ganzen Geschichte Struktur zu geben. Etliche Berechnungen der finanziellen Lage werden angestellt, es werden mehr und mehr Informationen zu dem von Ihnen auserkorenen Land zusammengetragen, Familie und Freunde werden so langsam in die Pläne eingeweiht.
  3. Die Umsetzung Ihrer Pläne. In dieser Phase geht es so zusagen an die Wurst und der Tag der Auswanderung ist im Prinzip schon festgelegt. Die benötigten Dokumente und Unterlagen werden zusammengetragen, übersetzt und beglaubigt, es wird Kontakt mit der Botschaft aufgenommen. Bestehende Verträge wie etwa Mietvertrag und Versicherungen werden auf Kündigungsfristen gecheckt und man stellt sich schon mal so langsam auf sein neues zu hause ein. Das beinhaltet selbstverständlich auch das erlernen der Sprache.

Eigentlich müsste an dieser Stelle noch eine weitere Phase, in der man den Start in der neuen Heimat aufführt stehen, aber das würde an dieser Stelle zu weit führen.


Nutzen Sie die Medien

Im TV gibt es eine Fülle an Informationen zum Thema Auswandern. Die bekannten Doku-Soaps wie Goodbye Deutschland, Mein neues Leben XXL und Umzug in mein neues Leben können einem das Auswandern sowohl schmackhaft machen als auch vermiesen. In erster Linie kann man aber wertvolle Informationen aus den Fehlern der andern schöpfen. Das geht aber erst dann wenn man damit aufgehört hat ausschließlich über die Dummheit der anderen zu lästern und sich stattdessen überlegt wie man es selber anders machen kann.

Das wichtigste Medium zur Planung Ihrer Auswanderung ist das Internet. Hätte es diese Möglichkeit in den frühen 60er schon gegeben wären viele Gastarbeiter ganz bestimmt einfach zu Hause geblieben oder hätten sich nach einem anderen Land umgeschaut. Heutzutage findet man im World Wide Web eigentlich zu jedem Thema etwas. In den letzten Jahren sind natürlich auch viele Auswanderer-Seiten im Netz erschienen die alle nur darauf warten Sie mit Informationen für Ihre Auswanderung zu versorgen. Hierbei sollten Sie unbedingt darauf achten möglichst viele Informationen aus unterschiedlichen Quellen miteinander zu vergleichen und sich dann ein eigenes Bild machen.

Wie Sie dann Ihre Planung im Detail gestalten liegt am Ende bei Ihnen und ist maßgeblich davon abhängig in welcher Situation Sie sich befinden. Man kann aber grundsätzlich zwischen drei Gruppen unterscheiden.

  1. Auswandern mit der Altersrente: Da können Sie ganz entspannt Ihren Lieblingsurlaubsort zu Ihrem neuen zu Hause machen. Deutsche Rentner sind in vielen Ländern gern gesehen Mitbürger. Aber auch hierbei sind einige Dinge zu beachten.
  2. Auswandern mit festem Jobangebot: In dem Fall können Sie sich ebenfalls glücklich schätzen denn das Problem mit der Einkommenssicherung ist fürs erste schon mal geklärt. Auch hilft Ihnen in vielen Fällen der neue Arbeitgeber bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft und kümmert sich zum Teil auch um die Arbeits-/Aufenthaltsgenehmigung.
  3. Auswandern ohne zukünftig gesichertes Einkommen: Hier hat man es besonders schwer, das Startkapital sollte bedeutend größer ausfallen und das erlernen der ohnehin schon wichtigen Sprache gewinnt nochmal so viel an Bedeutung.


Es gibt sicher auch noch Personengruppen die dazwischen liegen wie z.B. Freiberufler und Künstler oder Menschen die in irgendeiner anderen Form Ihren Lebensunterhalt bestreiten.