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Das Leben in Uruguay

Das Leben in Uruguay ist sehr viel weniger hektisch als man es beispielsweise aus Deutschland kenn. Das mag zum einem am angenehmen Klima liegen das einem den Tag mit knapp 300 Sonnentagen im Jahr versüßt zum anderen liegt es aber auch sicherlich an der typisch südamerikanischen Lebensart und den vielen freundlichen Menschen die in Uruguay leben. Hier nimmt man eben vieles einfach etwas gelassener als anderswo.
Die Uruguayer sind Ausländern gegenüber sehr aufgeschlossen und insbesondere deutsche, von denen hier mittlerweile über 10.000 leben, genießen ein hohes Ansehen.

Vor allem von den Kosten her hält sich Uruguay jedenfalls sehr in Grenzen. Uruguay ist zwar kein Billigland aber die Lebenshaltungskosten sind durchaus überschaubar und man kann mit einem doch relativ niedrigen Einkommen immer noch gut über die Runden kommen. Das fängt bei den Dingen des täglichen Bedarfs an und endet bei den Immobilien, die es für europäische Verhältnisse immer noch zum Spottpreis gibt.

Dabei muss man aber keineswegs auf ein zuverlässiges Gesundheitssystem oder ein stabiles Wirtschaftssystem verzichten. Nein im Gegenteil! Uruguay konnte trotz einer erheblichen Wirtschaftskriese in den letzten fünf Jahren sogar ein Wachstum von durchschnittlich 7% vorweisen und auch das Gesundheitssystem ist anstandslos.


Dieser ausgewogenen Politik ist es letztlich wohl auch zu verdanken das Uruguay weder ernsthafte Probleme mit Korruption noch eine wirklich nennenswerte Kriminalität hat. Montevideo zählt weltweit zu den zweitsichersten Hauptstädten.
Auch in Sachen Bildung ist Uruguay ein wahres Paradebeispiel. Das geht sogar soweit, dass dank Staatschef Tabaré Vázquez sämtliche Grundschüler in Uruguay (260.0000) bis September 2009, ein Notebook ihr eigen nennen könne. Das Schulsystem selbst ist vergleichbar mit dem amerikanischen. Es gibt also kein dreistelliges Bildungssystem wie etwa in Deutschland, das aus Gymnasium, Real- oder Hauptschule besteht sondern eine Gesamtschule die von der Vorschule bis hin zum Abitur reicht. Die öffentlichen Schulen sind absolut kostenfrei und gute private Schulen sind erheblich günstiger als in Europa.


Uruguay ist ebenso bekannt für sein reichhaltiges Kulturangebot. Vom Kino bis zum Theater über kulinarische und internationale Restaurants hat Uruguay für jeden was zu bieten. Auch auf gute Diskotheken oder Bar´s muss hier niemand verzichten. Ansonsten verbringt man den Tag eben einfach an einem der zahlreichen schönen Strände oder schaut sich mal auf einem der vielen Märkten „Ferias“ , auf denen man das ein oder andere wirklich gute Schnäppchen machen kann um.


Last but not least ist Uruguay eine kleine Steueroase was zugegeben nicht der Hauptgrund für eine Auswanderung nach Uruguay seien sollte. Dennoch ist es sicherlich ein interessanter Aspekt! Das Steuersystem in Uruguay ist noch mehr als gerecht. Die maximale Einkommenssteuer liegt derzeit bei maximal 25%, wovon aber noch Freibeträge abziehbar sind usw.. Vermögen wir in Uruguay nur symbolisch besteuert und auch die sonstigen Pflichtabgaben sind mehr als fair.


Besonders für Rentner dürfte interessant sein, dass im Ausland erzielte Einkommen wie etwa die Rente aus Europa, absolut steuerfrei sind.
Das alles zusammengenommen macht Uruguay sowohl für junge Familien als auch für Ruheständler mehr als lebenswert.

 

Wenn man nun  vor hat  nach Uruguay auszuwandern muss man sich früher oder später damit beschäftigen seinen endgültigen Wohnort  etwas einzugrenzen.


Die Stadt Montevideo ist im Grunde eine typische Großstadt mit allen Vor und Nachteilen. Hier gibt es eben alles was man braucht. Auf der anderen Seite ist es laut, das Verkehrsaufkommen ist hier höher als auf dem Land und natürlich gibt es hier mehr Obdachlose oder Drogensüchtige.


Für ein Leben in Montevideo kommen für uns Europäer auch eigentlich nur die bessern Stadtteile in Frage also Pocitos oder aber auch Carrasco. Natürlich sind die Mieten hier für ein Haus auch deutlich höher als für ein Apartment in einem heruntergekommenen Hochhaus. 


Wenn man aber nicht in einer Großstadt leben möchte sieht das ganze schon ein wenige anders aus. Entlang der Costa de Oro  kommt man an vielen kleineren Städten wie Atlantida, Parque del Plata, Floresta oder Phiriapolis vorbei. Schöne Häuser in allen Preisklassen findet man hier reichlich und genau da ist dann auch der Hacken. Diese Städte sind überwiegend Ferienorte die für 3-4 Monate im Jahr mehr als gut besucht sind. Das restliche Jahr über sind diese Städte jedoch nahezu leer und gleichen einer Geisterstadt. Alle wichtigen Einrichtungen wie Tankstellen, Drogerien, Ärzte und Supermärkte sind aber das ganze Jahr über geöffnet. Wer also damit zu Recht kommt die meiste Zeit des Jahres kaum Menschen um sich zu haben und damit leben kann das in den Sommermonaten die Stadt von reiselustigen überschwemmt wird kann sich  hier durchaus wohlfühlen.


Noch weiter westlich, im Departamento Maldonado findet sich auch die gleichnamige Stadt und Punta del Este. Hier wohnen die schönen und reichen des Landes was dazu führt das man hier überdurchschnittlich teuer lebt.


Im Landesinneren findet man natürlich auch überall kleinere Städtchen die allerdings sehr ländlich geprägt sind. Hier haben viele Großgrundbesitzer ihre Anwesen.
Ca. 300km nördlich von Montevideo liegt San Gregorio de Polanco, ein an einem großen Stausee gelegener Badeort wo viele Uruguayos ihren Sommerurlaub verbringen. Hier kann man noch große Grundstücke für wenig Geld bekommen.