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Die Lebenshaltungskosten

Auch wenn Uruguay bei weitem nicht zu den sogenannten Billigländern zählt sind die Lebenshaltungskosten in Uruguay im Allgemeinen doch recht günstig. Die Londoner Agentur „Mercer Human Resource Consulting“ hatte 2007 bei einer groß angelegten Studie, bei der die Lebenshaltungskosten von über von über 140 Groß- bzw. Hauptstädten untersucht wurden, Montevideo als drittbilligste Stadt weltweit ermittelt. Etwas weiter außerhalb von Montevideo sind die Lebenshaltungskosten dann nochmal deutlich niedriger.

Im Schnitt kann man sagen das man in Uruguay mit rund 60% dessen auskommt was man in Deutschland oder in anderen vergleichbaren europäischen Ländern auch benötigen würde auskommt. Oder! Um das mal in Zahlen auszudrücken: Eine kleine Familie würde mit umgerechnet ca. 1300€ im Monat gut leben können. Da ist dann aber auch alles, so ziemlich, auch das Schulgeld für eine Privatschule, laufende Kosten für das Auto, Krankenversicherung, Freizeitgestaltung usw. mit drin.


Natürlich kann man auch immer mit weniger Geld auskommen aber man kann natürlich auch mehr verbrauchen. Abhängig ist das letztendlich immer davon wie Sie Ihr leben in Uruguay gestalten möchten und welche Ansprüche Sie im Einzelnen haben.
Grundnahrungsmittel, besonders Fleisch, sind z.B. deutlich preiswerter als man aus Deutschland gewohnt ist. Auch die Kosten für die Miete oder aber auch die Baukosten für ein eigenes Haus und die Immobilienpreise liegen weit unter den europäischen Durchschnitt
Die Energiekosten, wie Strom und Kraftstoff sind im etwa gleich teuer und andere Sachen wie Telefonate und alle möglichen Importartikel sind um einiges teurer.


Mietkosten

Die Mietkosten in Uruguay sind je nach dem wo man wohnen möchte, verhältnismäßig günstig. .
Eine kleine Mietswohnung mit 3 Zimmern bekommen Sie in Montevideo schon ab ca. 400 US$. Der Preis dafür kann aber auch bis auch knapp 1000 US$ bei wirklich bester Lage hochgehen.

Ein kleines Einfamilienhaus inkl. Garten gibt es in Montevideo- Carrasco ab 700 US$ -1000 US$.
Erheblich günstiger kann man aber auch ein Einfamilienhaus mit Garten an der Costa de Oro ab 350 US$ im Monat mieten.
Hinzu kommen noch die Mietnebenkosten.

In Montevideo z.B. fallen in den meisten Mehrfamilienhäusern Betriebskosten für etwa einen Pförtner, die Gebäudereinigung und Instandhaltung der Aufzüge etc. an. Je nach Leistungsumfang kommen da nochmals zwischen 100 US$ und 300 US$ im Monat hinzu.
Das staatliche Stromversorgungsunternehmen UTE staffelt den Tarif nach sozialen und ökologischen Kriterien. Wer viel verbraucht, zahlt viel ist die Devise.

• Die ersten 100 kWh kosten je 2,033 $U
• Die nächsten 500 kWh kosten je 2,937 $U
• Danach: 3,206 $U je kWh

Hinzu kommt eine Zählergebühr von ca. 250 $U und die Mehrwertsteuer.


Trinkwasser ist in Uruguay nicht nur besser sondern auch eindeutig günstiger als in Deutschland. Für einen Kubikmeter Leitungswasser in einer problemlos trinkbaren Qualität zahlt man hier 18,582 $U.


Telefonieren insbesondere Auslandsgespräche sind relativ teuer in Uruguay. Ein Telefonat nach Deutschland oder in die Schweiz kostet je Minute rund 0,25€, nach Österreich sogar noch mehr.


Dank Internet kann man aber auch hier erheblich einsparen indem man mittels Internettelefonie kostenlos von PC zu PC oder auch sehr günstig auf das Festnetz anrufen kann. Derzeit gibt es hier zwei gute Anbieter die eine 24-Stunden-Breitbandverbindung beriet stellen.

Anteldata, bietet für rund 25€ im Monat einen Breitbandanschluss mit "ADSL 768" mit 768 Kbps Download und 128 Kbps Upload inkl. Flatrate über das Telefonnetz an. Als Neukunden zahlt man hier die ersten vier Monate nur die Hälfte. http://www.anteldata.com.uy/
Bei Dedicado bekommen Sie eine Breitbandverbindung via Satellit. Das Standardpaket mit 768 Kbps Download und 256 Kbps Upload inkl. Der Flatrate gibt es für rund 35€ im Monat.
Als Neukunde zahlt man hier die ersten zwei Monate etwas weniger und man bekommt noch eine .com-Domain kostenlos mit 5 E-Mailadressen sowie 100 kostenlose Freiminuten für Auslandstelefonate über Festnetz pro Monat dazu. http://www.dedicado.com.uy/


KFZ-Kosten

Der Kauf eines Autos ist in Uruguay eindeutig teurer als in Deutschland. Vor allem Gebrauchtwagen werden noch sehr hoch gehnadelt. Man bekommt so ziemlich alle Marken doch besonders deutsche Fahrzeuge sind hier hoch angesehen.
Ein neuer VW Bora 2.0 kostet im etwa 24.000 US$ und einen gebrauchten VW Golf von Bj. 92, Diesel mit Klima, ZV und Alarmanlage gibt es für rund 8000 US$.


Auch wenn Autos in Uruguay recht teuer sind wird es sich nicht lohnen Ihr eigenes Auto nach Uruguay mitzubringen. Die Zoll und Einfuhrgebühren für Kraftfahrzeuge sind hier so hoch (150% des CIF-Werts) das Sie Ihr Auto praktisch zweimal bezahlen würden.
Sprit ist wenn nur geringfügig günstiger.


KFZ-Steuern

Ganz anders als in Deutschland wird hier Kfz-Steuer ("Patente de rodados") berechnet.

1. Je neuer das Fahrzeug, desto höher die Steuer. (Wer sich ein neues Auto leisten kann, kann auch mehr Steuern zahlen ist die Idee die dahinter steckt).
2. Dieselfahrzeuge werden höher besteuert als Benziner.
3. Fahrzeuge mit großem Hubraum werden höher besteuert

Einige Beispiele für die Kfz-Steuern pro Jahr

Pick-up "Toyota HiLux", Doppelkabine, 4x4, Diesel, Bj. 2000 22.308 $U (631,06 €)
Ford "Eco Sport", Hubraum 1.600 ccm, Benziner, Bj. 2008 18.215 $U (515,24 €)
Volkswagen "Gol", viertürig, Hubraum 1.600 ccm, Benziner, Bj. 2005 9.422 $U (266,52 €)

 


KFZ Versicherung

 
Seit dem 19.08.2009 besteht eine Versicherungspflicht für Kraftfahrzeuge in Uruguay. “El seguro obligatorio de automotores“ gilt für Fahrzeuge jeglicher Art. Lediglich Zweiräder mit weniger als 70 ccm, die vor dem 19.08.2009 erworben wurden sind davon befreit.

Die SOA ist auf 15.000 US$ begrenzt und deckt den persönlichen Schaden Dritter im Falle eines Unfalls ab. Die Beiträge sind von der Art des Kraftfahrzeuges abhängig so belaufen sich die jährlichen Kosten für ein Auto auf 1.909 UY$ das entspricht rund 58€. Zweiräder schlagen mit rund 23€ und LKWs mit ca. 100€ zu Buche. Zu beantragen ist die SOA bei den Zahlstellen “ Redpagos ” oder “ Abitab ”.

Dort wird man Ihnen nach Zahlung des Beitrags einen Versicherungsnachweis “certificado de cubertura” und eine Plakette aushändigen, die Sie gut sichtbar an der Windschutzscheibe Ihres Fahrzeugs anbringen müssen. Weiterführende Informationen zur SOA finden Sie auf der Webseite Banco de Seguros del Estado

Es ist jedoch empfehlenswert sein Fahrzeug deutlich höher zu versichern um im Schadensfall nicht das Nachsehen zu haben dazu
Einige Beispiele für die Jahrestarife des Banco de Seguro

Die Beispieltarife beinhalten die maximal mögliche Ermäßigung um 60%
Teilkasko
Vollkasko
Toyota "HiLux", Doppelkabine, 4x4, Diesel, Bj. 2000 20.679 $U (646,70 €) 39.933 $U ( 1248,83 €)
Ford "EcoSport", Hubraum 1.600 ccm, Benziner, Bj. 2008 14.472 $U (452,59 €) 29.090 $U ( 909,74€)
Volkswagen "Gol", viertürig, Hubraum 1.600 ccm, Benziner, Bj. 2005 9.611 $U (300,57 €) 12.998 $U ( 406,49€)



Ihre Versicherungsprozente aus Deutschland können Sie in den meisten Fällen anrechnen lassen. Die Beispieltarife beinhalten die maximal mögliche Ermäßigung um 60%.

 

Krankenversicherung

Für eine private Krankenversicherung inklusive Notfallversicherung ("Mutualista") müssen sie im Monat für einen Erwachsenen um die 40,- € einrechnen. Ältere Menschen zahlen ein wenig mehr.
Die Praxisgebühr beim Arzt beträgt ca. 4,50 € und ein Rezept schlägt mit ebenfalls ca. 4,50 € Rezeptgebühr pro Medikament zu Buche. Alles was darüber hinaus geht, übernimmt die Krankenkasse. Viele Medikamente sind aber ohnehin rezeptfrei erhältlich.

 

Schulgeld

Öffentliche Schulen sind Schulgeld- und lehrmittelfrei. Für den Unterricht Ihrer Kinder in einer sehr guten deutschen Privatschule die bis zum Abitur hin reicht, das auch in Deutschland anerkannt wird, können Sie pro Kind mit monatlichen Kosten von 10.000,- $U das sind umgerechnet rund 310 € einrechnen. Allerdings nur für die 10 Schulmonate im Jahr, so das sich die Jahreskosten auf 100.000 $U bzw. knapp 3100 € belaufen. Sie können Ihr Kind aber auch schon für die Hälfte in eine anständige Privatschule schicken.